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    Sie sind hier: Diakonie-Pflege Simeon  >  Service-Portal  >  Häufige Fragen

    Häufig gestellte Fragen

    Sollten Sie weitere Fragen haben, so scheuen Sie sich nicht sich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir stehen Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.



    Allgemeine Fragen

    Wie schnell kann ich Hilfe bekommen?

    Wenn Sie Hilfe brauchen, rufen Sie uns an. Wir vereinbaren mit Ihnen umgehend einen Termin, der sich nach Ihren Bedürfnissen richtet, wenn es dringend ist sofort.

    Muss ich in der Diakonie-Station Mitglied werden, um Hilfe zu bekommen?

    Nein! Jeder kann bei uns Hilfe bekommen. Sinnvoll ist ein vorheriges Beratungsgespräch.

    Was kostet Hilfe zu Hause ? Wie soll ich die Hilfe bloß bezahlen?

    Ob und wenn ja wie viel Pflege zu Hause kostet, ist von vielen Faktoren abhängig: ob Sie eine Verordnung ihres Arztes haben, ob Sie eine Pflegestufe beantragen können, ob Ihnen das Sozialamt unter die Arme greift uvm. Im persönlichen Gespräch machen wir Ihnen verbindliche Vorschläge. Bei Antragstellungen sind wir Ihnen behilflich.

    Ich möchte eine feste Pflegekraft haben, geht das?

    Die Pflegekräfte (Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und Hauspflegerinnen) arbeiten in einem Pflegeteam. Dieses ist für die Menschen in einem kleinen räumlichen Gebiet zuständig. Eine Mitarbeiterin, je nach Ihrem Bedarf eine examinierte Pflegefachkraft oder eine Hauspflegerin, wird Ihre Stammpflegerin. Diese deckt in der Regel den Tagdienst ab. Da die Vertretung innerhalb der Pflegegruppe organisiert wird, ist ein personeller Wechsel möglich, aber auf wenige Personen beschränkt.

    Was habe ich davon, dass die Diakonie-Station Fortbildungen für ihre Mitarbeiterinnen anbietet?

    Unsere Mitarbeiter bemühen sich, Ihnen nach neusten Erkenntnissen zu helfen. Sie sind fachlich sicher und kompetent. Sie erkennen gesundheitliche Veränderungen und leiten entsprechende Schritte ein.

    Wenn ich zu Hause nicht mehr allein zurecht komme, muss ich dann in ein Heim?

    Nein! Es gibt viele Möglichkeiten, Unterstützung zu Hause zu bekommen. Sie schildern uns Ihren Bedarf und wir überlegen gemeinsam, wie wir Sie unterstützen können.

    Was passiert, wenn ich mich im Laufe der Pflege entscheide, lieber in ein Heim umzuziehen?

    Ja, manchmal gibt es einem mehr Sicherheit, in der Gemeinschaft mit anderen zu leben. Wir überlegen mit Ihnen, was Sie brauchen und können auch eigene Heime in Neukölln anbieten.

    Was ist an der Diakonie besonderes /anders?

    Diakonie bedeutet Nächstenliebe. Uns ist es wichtig, dass es dem ganzen Menschen gut geht. Daher bieten wir Ihnen zusätzlich zur Pflege Kontakt zur Kirchengemeinde und auf Wunsch seelsorgerischen Beistand.

    Was mache ich wenn ich Alzheimer bekomme? Kann ich dann immer noch zu Hause bleiben?

    Es gibt inzwischen gute Testverfahren zum Erkennen dieser Krankheit. Wir haben extra geschulte Mitarbeiter für gerontopsychiatrische Erkrankungen. diese kennen sich aus mit ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Hilfen. Damit fühlen Sie sich auch zu Hause weiter sicher.



    Pflegeversicherung

    Wer ist pflegebedürftig?

    „Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlich und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen“: Zitat aus dem Pflegeversicherungsgesetz.

    Wie erhalte ich Leistungen aus der Pflegeversicherung?

    Es muß ein Antrag gestellt werden, dieser wird an Ihre Pflegeversicherung geschickt.
    Bei Bewilligung erhalten Sie die Leistungen ab der Antragstellung.
    Formulare erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse oder in der Diakonie-Station.
    Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie bei der Antragstellung.

    Welche Leistungen kann ich von der Pflegekasse erhalten?

    Pflegegeld
    Pflegesachleistung
    Kombinationsleistung
    Verhinderungspflege
    Kurzzeitpflege
    Tages- und Nachtpflege
    Pflegehilfsmittel
    Wohnraumanpassung
    Pflegeberatung
    stationäre Pflege
    soziale Sicherung der privaten Pflegeperson
    PflEG

    Welche Leistungen erhalte ich von der Diakonie-Station?

    Pflegesachleistung
    Verhinderungspflege
    Pflegeberatung
    PflEG

    In Berlin gelten seit 1996 einheitlich sogenannte Leistungskomplexe. Diese beschreiben einzelne Tätigkeiten aus den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftlicher Versorgung.

    Die Preise dieser Leistungskomplexe sind in Berlin ebenfalls einheitlich. In einem ausführlichen Gespräch wird mit Ihnen und unserer Mitarbeiterin Ihr individueller Pflegebedarf abgesprochen. Aus den notwendigen Leistungskomplexen und deren Häufigkeit errechnet sich dann der monatliche Preis.

    Sie erhalten von uns einen Pflegevertrag, aus dem genau ersichtlich ist, was Sie mit uns vereinbart haben.

    Wir haben mit den Pflegekassen einen Versorgungsvertrag abgeschlossen und gewährleisten eine qualitativ gute Pflege unter Einhaltung wirtschaftlicher Aspekte



    Hauspflege

    Wer bezahlt die Hauspflege?

    Die Hauspflege kann im Rahmen der Pflegeversicherung, von Ihnen selbst oder bei Vorliegen der Voraussetzungen durch den Sozialhilfeträger oder die Kriegsopferfürsorge übernommen werden.

    Wie hoch sind die Kosten?

    Die Kosten sind in den in Berlin geltenden Leistungskomplexen geregelt.

    Wir rechnen Ihnen nach Wunsch verschiedene Möglichkeiten aus und erstellen unverbindlich und kostenfrei einen Kostenvoranschlag.

    Die Leistungskomplexe gelten sowohl für die Pflegeversicherung, die Selbstzahler und den Sozialhilfeträger, siehe auch "Leistungskomplexe".

    Wann kommt die Hauspflegerin zu mir?

    Je nach Ihren individuellen Bedürfnissen kommt die Pflegekraft einmal bis mehrmals täglich. Auch eine Versorgung an ausgewählten Tagen der Woche ist möglich. Die Tageszeit hängt ebenfalls von den vereinbarten Leistungskomplexen ab.

    Kommt immer die gleiche Hauspflegerin zu mir?

    Die Pflegekräfte (Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und Hauspflegerinnen) arbeiten in einem Pflegeteam. Dieses ist für die Menschen in einem kleinen räumlichen Gebiet zuständig.

    Eine Mitarbeiterin, je nach Ihrem Bedarf eine examinierte Pflegefachkraft oder eine Hauspflegerin, wird Ihre Stammpflegerin. Diese deckt in der Regel den Tagdienst ab. Da die Vertretung innerhalb der Pflegegruppe organisiert wird, ist ein personeller Wechsel möglich, aber auf wenige Personen beschränkt.

    Wie qualifiziert sind die MitarbeiterInnen?

    Alle HauspflegerInnen erhalten eine umfassende Ausbildung.

    Die Basisqualifikation umfasst 200 bis 240 Unterrichtsstunden und schließt mit einer Prüfung ab.



    Interkulturelle Öffnung

    Was ist das Modellprojekt "Interkulturelle Öffnung"?

    * vom 1. September 2001 bis zum 31. August 2004 in Berlin durchgeführt wurde.

    * in und mit den drei Diakonie-Sozialstationen (DS) in den Innenstadtbezirken Neukölln, Kreuzberg und Wedding, arbeitete. In diesen Bezirken ist der Anteil an MigrantInnen an der Wohnbevölkerung mit am höchsten.

    * einen interdisziplinären Ansatz (Sozialarbeit/Pflege) sowie einen Theorie-Praxis-Transfer (Austausch zwischen Praxiseinrichtungen und Hochschule) verfolgte.

    * aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Gesundheit und der Stiftung Deutsches Hilfswerk sowie aus Eigenmitteln der drei DS finanziert wurde.


    Die Aufgaben des Modellprojekts waren...
    * Praxisberatung und -begleitung

    * Datenerhebung und -analyse

    * Konzepterstellung und -erprobung

    * Entlastung, Sensibilisierung und Qualifizierung

    * Reflexion, Evaluation und Dokumentation

    * Kooperation und Vernetzung

    * Öffentlichkeitsarbeit


    Das Projektteam kooperierte mit... * drei Diakonie-Stationen (DS Neukölln, Südstern und Gesundbrunnen),

    * dem Diakonischen Werk Neukölln-Oberspree (Träger sowie Projekte des Fachbereiches Soziales/Migration),

    * dem Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg Schlesische-Oberlausitz (Arbeitsbereich Migration und Interkulturelle Öffnung) und

    * der Evangelischen Fachhochschule Berlin (Studiengänge Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Pflege/Pflegemanagement).

    Warum haben Sie Ihre Einrichtung interkulturell geöffnet?

    Im Jahr 1998 stieß man bundesweit auf Veröffentlichungen und Veranstaltungen zu diesem Thema. Die Geschäftsführung traf in diesem Zusammenhang die Entscheidung, die interkulturelle Öffnung der Einrichtung insbesondere für alt gewordene Arbeitsmigranten aufzunehmen. Viele dieser Menschen sind nicht in ihre Heimatländer zurückgegangen sondern sind in Deutschland geblieben. Nun sind auch sie pflegebedürftig geworden ? und ein entsprechendes Angebot war nicht in Sicht. Zwei leitenden Mitarbeiterinnen wurde die Aufgabe übertragen ein vorläufiges Konzept zu erstellen und umzusetzen.

    Ab Januar 1999 wurde auf Initiative der Diakonie-Pflege Neukölln gGmbH eine interkulturelle Fachtagung in Neukölln gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden und dem Bezirksamt vorbereitet und am 13.10.99 unter dem Titel "BEGEGNEN-VERSTEHEN-PFLEGEN" in der Werkstatt der Kulturen durchgeführt.

    Als ein Ergebnis wurde die Gründung vom "Arbeitskreis Kultursensible Pflege" angeregt und eingeleitet, einem Gremium für die Berliner Bezirke Neukölln, Kreuzberg-Friedrichshain und Schöneberg-Tempelhof. Hier entstanden in Zusammenarbeit verschiedenster Träger grundlegende Arbeitsmaterialien für interkulturelle Pflege.

    Was waren Ihre wichtigsten Erfahrungen?

    Bei Migranten kommt zu der belastenden Pflegesituation häufig zusätzlicher Klärungsbedarf im Zusammenhang mit einer ungewöhnlichen Lebensgeschichte. Wenn es die Pflege beeinflusst, wird das jeweilige Problem von der Sozialarbeiterin bearbeitet, und nicht selten sind Kontaktpersonen aus dem jeweiligen Kulturkreis hilfreich.

    Auch bei gutem Zusammenhalt in einer Migrantenfamilie kann Hilflosigkeit über die richtige Art der Hilfe oder sinnvolle Absprachen untereinander bestehen. Hier kann eine Sozialstation koordinieren.

    Der Umgang mit Behörden ist für die meisten Migranten der ersten Generation eine große Hürde. Unsicherheit im Verhalten führt entweder zu unrealistischen Erwartungen oder zu unsinnigen Anträgen, weil sie an eine falsche Stelle gerichtet werden.

    Nicht alle Migranten leben in ihrer eigenen Familie. Auch in Migrantenfamilien gibt es Spannungen, die eine menschenwürdige Pflege verhindern.

    Auch Migranten leben individuell, wollen nicht in Schubladen gepackt werden, wie sie sich zu verhalten haben.

    Anschrift

    Diakonie-Pflege
    Simeon gGmbH
    Rübelandstraße 9
    12053 Berlin

    Tel.: 030.689 04 - 137
    Tel.: 030.689 04 - 134

    © Diakoniewerk Simeon gGmbH

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